UBER UNS

Tiba (Mohsen Tighbakhsh), iranischer Künstler, ist im Jahr 1968 in Teheran/Iran geboren.

Er wuchs in einer Familie aus der iranischen Mittelschicht auf. Sein Vater verdiente sein Geld als Angestellter und widmete seine Freizeit der Familie und seiner Leidenschaft zu Kunst. Schon früh fand Tiba eine Begeisterung für die Malerei seines Vaters und versuchte ihm mit seinen zierlichen Fingern nachzuahmen. Tiba entdeckte den Spaß in Umgang mit dem Pinsel und dessen Gleiten auf der „magischen“ Leinwand und griff mit 6 Jahren zum Pinsel.

Doch auch das Theater bereitete ihm eine große Freude. Für das Schultheater schrieb er eigene Stücke, mit denen er einen regionalen und einen nationalen besten Preis im Schultheaterwettbewerb belegte.

Im Jahr 1979 geschah ein brutaler und unerwarteter Wechselkurs im Iran. Ein islamischer Gottesstaat ersetzte eine konstitutionelle Monarchie. Sehr bald herrschte staatliche Willkür und Unberechenbarkeit gegenüber Kultur- und Kunstschaffenden.

Seine erste Auseinandersetzung mit dem neuen politischen System erlebte Tiba, als er im Jahr 1980 seine erste juvenile Aktzeichnung in seiner Schulklasse präsentierte. Aufgrund dieser „sündigen und unmoralischen“ Kunst wurde er von der Oberschule verbannt.

Kurz darauf brach der Iran-Irak-Krieg aus. Von nun an drehte sich alles nur noch um den „heiligen“ Krieg. Die Revolutionswelle überrollte die Bevölkerung. Wie viele Andere, wurde auch der junge Tiba manipuliert und schloss sich mit 13 der paramilitärischen Miliz des Iran (Basidsch) an.

Die Behörden erkannten seine künstlerische Begabung und nahmen sie immer wieder in Anspruch. Er wurde oft beauftragt, das Gesicht des Revolutionsführers abzubilden.

Mit 15 musste er an die Front des feurigen Krieges. Dort erlebte er sechs schwermütige Monate. Er hat die Zeiten jedoch überlebt und lernte nach seiner Rückkehr das Handwerk des Teppichrestaurators und Zeichners kennen.

Bis 1993 verdiente Tiba sein Geld durch das Restaurieren von Teppichen und das Zeichnen. Seine Freizeit verbrachte er nach wie vor damit, Ideen zu verwirklichen, Bilder zu malen und von einer neuen Idee zu träumen. Einer seiner Träume seit der Jugend war, die Kunst der Hautmalerei (Tätowieren) zu beherrschen.

Tiba beginnt auf Tierhaut zu tätowieren. Diese Fähigkeiten beherrscht er auch so gut, dass er 2006 sein erstes Tattoo-Studio in Berlin eröffnete und sich schon nach kurzer Zeit in der Szene etablieren konnte.

Sein Tattoo-Studio in Berlin Charlottenburg ist bis heute einer der besten Orte für zahlreiche Prominente und Tattoo-Freunde.

Mühelos geht er vom Abstrakten zum Figurativen über und zeigt Charaktere und Situationen aus dem Alltag und der Popkultur.

In den letzten Jahren beschäftigte er sich mit einer neuen Idee.

Er arbeitete hart an einem weltweit seltenen Konzept, das er selbst erstellt hatte. Eine Kombination aus Zeichnen, Malen und Tätowieren auf seltenen und handgewebten Kelims.

Er nutzt seine jahrelange Erfahrung in der Welt der Kelim-Teppiche und verbindet Welten miteinander. Von Bild zu Bild kann man die Entwicklungen erkennen. Nach einer Zeit der Selbstfindung findet Tiba endlich seinen unverwechselbaren Stil.

In seinen letzten Arbeiten verbindet Tiba Spiralen mit Linien. So entwickelt er eine völlig neue Kunsttechnik.

„The Spiralist“ wurde geboren.

Und er will noch weitermachen und hört nicht auf, seine Technik zu perfektionieren. Er ist ständig auf der Suche nach neuen Ideen, die er verwirklichen kann.

Malen ist für Tiba ein Mittel, in sich selbst zurückzukehren. Er sieht es als eine Form der Spiritualität, als eine Einladung, die Welt aus einer anderen Dimension zu sehen und sich nicht an einer „normalen“ Denkweise zu orientieren.

Auf diese Weise nähert er sich den ihn betreffenden Themen wie Orient und Okzident, Natur und Krieg, aber auch dem Verhältnis zu Medien und Menschen und verschiedenen Kulturen und ihren Geschichten.

Im Laufe der Jahre hat er seine Ideen und Stile stetig verfeinert. Die Zeit ist jetzt gekommen und seine Werke sind jetzt zahlreich, so dass sie für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

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